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Auf eine Ingwer-Schorle… mit Team Lead Ina

Liebe Freunde des Kombinats,

diese Woche saß ich mit Ina, einer neuen Coworkerin, auf unserem Sofa im Capitol. Sie ist auf Durchreise, wird unsere Community somit (vorerst) nur fĂŒr wenige Tage bereichern. Bei einem ErfrischungsgetrĂ€nk erzĂ€hlte sie mir, wie sie zu uns gestoßen ist und was sie beruflich macht. NĂ€here Einzelheiten erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.  

Schön, dass wir Dich nĂ€her kennenlernen dĂŒrfen. Wir haben es am spĂ€teren Nachmittag. Wie war dein Arbeitstag? 

Ja, ganz gut. Ich habe um halb 10 angefangen. Davor ging es natĂŒrlich erst einmal ganz klischeehaft zur Kaffeemaschine. Ich habe meine E-Mails beantwortet, das erste Meeting gehabt, freundliche Leute getroffen. Das war sehr schön. Ich habe mich wohl gefĂŒhlt.

Dann hat der Tag doch gut begonnen. Hast du alles geschafft, was Du dir vorgenommen hast? 

Ja, das ist mir aufgefallen in den letzten Tagen, dass ich alles geschafft habe, was ich zu Hause so nicht schaffen wĂŒrde. Hier kann ich wirklich gut konzentriert arbeiten. Gleichzeitig ist es aber nicht so, dass ich mich isoliert oder allein fĂŒhle, sondern ich habe schon das GefĂŒhl, es sind Leute um mich herum. Ich kann sie auch ansprechen, ich kann euch um Hilfe fragen. Wir haben draußen auf der Terrasse Mittag gegessen, ein bisschen gequatscht. Obwohl ich erst drei Tage da bin, kann ich sagen, man fĂŒhlt sich schnell zu Hause.  

Magst Du uns NĂ€heres ĂŒber deinen beruflichen Alltag verraten?

Ich bin Team Lead fĂŒr ein kleines Design-Team von acht Leuten und meine Aufgabe ist es, auf alle Probleme, Sorgen und Bedarfe, die meine Kollegen haben, zu reagieren, zu schauen, dass es in den Teams gut lĂ€uft, dass diese gut arbeitsfĂ€hig sind, dass sie alles haben, was sie brauchen. Dass sie nicht blockiert sind durch andere Kollegen oder durch Arbeitsprozesse, die nicht richtig funktionieren oder durch Ziele, die nicht gut gesetzt wurden. Es gibt auch Aufgaben, die sind nicht prĂ€zise oder klar genug. Meine Aufgabe ist es, diese zu begleiten und zu schauen, ‚lĂ€uft das hier alles‘? Wenn nicht, was ist zu tun? Unsere Firma besteht aus 30 Designern und fĂŒnf weiteren FĂŒhrungskrĂ€ften. Da gibt es untereinander viel abzustimmen. Mindestens einmal pro Woche gibt es ein gemeinsames Meeting, an dem alle 30 Leute teilnehmen. Das sollte effizient vorbereitet, moderiert und gestaltet werden. 

Und, klappt das gut remote aus dem Coworking Space?

Klar. Ich bin es mittlerweile gewöhnt, so etwas remote zu machen. Vor zwei Jahren hĂ€tte ich vermutlich anders darauf geantwortet. Aber mittlerweile sind wir ja alle etwas besser in der digitalen Kommunikation geworden. Von daher habe ich hier schon die Bedingungen, die ich benötige. Ein Monitor wĂ€re noch schön, weil du ja oft die Situation hast, dass Du ein GesprĂ€ch mit jemandem hast und gleichzeitig ein Dokument bearbeitest. Dann ist die Zusammenarbeit noch etwas einfacher und effizienter.

Hast Du bereits in anderen Coworking Spaces gearbeitet?

Zwar habe ich in Berlin bereits vereinzelt in Spaces gearbeitet, allerdings nur gemeinsam mit meinem Team. Das heißt, wenn Du jetzt ein Offsite-Meeting oder etwas Spezielles vorhast, beispielsweise eine neue Roadmap oder eine neue Strategie, dann haben wir uns schon mal in so etwas eingemietet. Alleine ist dies tatsĂ€chlich meine erste Erfahrung mit dem Konzept.

Du hast in der Mittagspause erzĂ€hlt, dass Jena deine Heimat ist, Du aber mittlerweile in Berlin wohnst. Wie bist du denn auf das Kombinat aufmerksam geworden?  

Ich bin jetzt in Kahla bei meiner Mama gestrandet und habe schnell festgestellt: ‚dort findet man keine vernĂŒnftigen Arbeitsbedingungen vor‘. Ich musste also in die Stadt – nach Jena. Dann habe ich gegoogelt, welche Coworking Spaces es hier gibt. Überzeugt hat mich erst einmal die Webseite vom Kombinat, da konnte ich gleich den Preis einsehen, da habe ich gesehen, wie ich einchecken kann. Das erschien mir sofort transparent. Eine weitere wesentliche Rolle hat sicherlich der Standort gespielt, sprich die gut erreichbare Lage mit direkter Bahnanbindung und StellflĂ€chen vor der TĂŒr.  

Du hast Dir einen Arbeitsplatz im Open Space (offenen Arbeitsbereich) neben anderen Coworkern gesucht. Wie waren deine ersten EindrĂŒcke?

Ich musste anfangs kurz schauen, wie ich mich einchecke, aber ihr habt mir das nicht schwer gemacht. Ich habe gleich gesehen ‘ah, hier kann man sich Obst nehmen, dort ist die Kaffeemaschine, da die Telefon-Box‘. Mein erster Gedanke war ‚Ach, das ist wie bei mir in Berlin im FirmenbĂŒro‘, weil wir auch seit Corona dezimiert sind. Da ist nur jeder dritte Arbeitsplatz besetzt. Es wechselt auch immer, du siehst also nicht jeden Tag dieselben Kollegen. Im FirmenbĂŒro haben wir auch Flex Desks, so dass man dort auch regelmĂ€ĂŸig vor der Entscheidung steht, ‘wo setze ich mich heute hin?’  

Gab es anfangs jedwede Bedenken?

KonfliktgesprĂ€che oder sensible Situationen bleiben natĂŒrlich nicht aus. In meiner Rolle als FĂŒhrungskraft kann ich derartige Konflikte nicht aus dem Open Space lösen, da hier die PrivatsphĂ€re natĂŒrlich nicht so wie im EinzelbĂŒro oder der Telefonbox gegeben ist. Allerdings hatte ich diese Situation in den letzten drei Tagen auch nicht. 

Wie sind denn deine Erfahrungen mit Homeoffice?

Es ist natĂŒrlich bequemen. Berlin ist sehr groß, da nehmen Wege viel Zeit in Anspruch, es ist voll und die Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln sind teilweise schlecht gelaunt. An vereinzelten Tagen arbeite ich ganz gerne von zu Hause, so beispielsweise, wenn ich an einem Tag private Termine habe. Wenn ich weiß, ‚okay, ich muss mit dem Rad zum Tierarzt, zur Autowerkstatt, zu meinem Trommelkurs‘ oder so
das sind so Tage, wo ich nicht extra ins FirmenbĂŒro fahre, weil schnell doppelte Wege entstehen. Da muss ich auf Arbeit fahren, wieder zurĂŒck, dann dort hin. Das berechne ich dann schon intern fĂŒr mich im Kopf. ‚Wie viele Wege sind es?‘ Und wenn es zu viel wird, arbeite ich im Homeoffice. Eine Zeitlang funktioniert das fĂŒr mich ganz gut. Jedoch schleichen sich ab einem gewissen Punkt komische Gewohnheiten ein. Dann fĂ€llt mir das Arbeiten zunehmend schwer. Da tut ein Kontextwechsel gut. Ich sage manchmal „Ich brauche einfach mal Urlaub von mir selbst und meinem persönlichen Alltag“. Daher kann ich mir auf jeden Fall vorstellen, kĂŒnftig hĂ€ufiger in verschiedenen Coworking Spaces tageweise zu arbeiten. Ich reise ja viel und gerne und arbeite dann auch unterwegs. 

Oh, spannend, wie darf man sich das denn vorstellen, das Arbeiten als digitale Nomadin?

Ehrlich gesagt, probiere ich es derzeit noch aus. Das ist ja ganz neu, dass wir das können. Der Lockdown hat den Anstoß gegeben. Ich habe einen Camper und dank meines Handyvertrages einen guten Internetzugang. Dann arbeite ich also gerne im Auto, wenn es möglich ist. Und dann von ĂŒberall aus, wobei StĂ€dte tendenziell zum Arbeiten fĂŒr mich besser geeignet sind. Dort gibt es schon das gewisse Basisangebot. Im Coworking Space ist das natĂŒrlich sowieso gegeben. Du hast Kaffee, sanitĂ€re Anlagen und in der NĂ€he meistens gastronomische Angebote. FĂŒr das Land spricht die tolle Natur. Allerdings kann das mobile Arbeiten dort schnell anstrengend werden, weil die Grundversorgung und Infrastruktur nicht immer gegeben sind. Von daher wĂŒrde ich sagen Arbeitstage, sind Arbeitstage, da muss man nicht unbedingt in Italien sitzen. Eher fahre ich an freien Tagen in die Natur. Wenn ich dann einmal unterwegs bin, ist der Weg zum Bergsee nicht weit. So mache ich das gerade.   

Klingt ja toll! Wie sieht denn der perfekte Arbeitsplatz der Zukunft im Kontext von NewWork fĂŒr Dich aus? Offensichtlich bringt dir dein Arbeitgeber schon jetzt viel Vertrauen und Eigenverantwortung entgegen.

Als ich die Möglichkeit hatte, wieder ins BĂŒro zu gehen, habe ich das sofort gemacht. Witzig, da ich das vorher nie gedacht hĂ€tte. Ich habe festgestellt, dass es eigentlich egal ist, wer neben dir im BĂŒro sitzt. Ob das jetzt deine direkten Kollegen oder irgendjemand anders ist. Hauptsache, es sind nette Leute. Was ich brauche ist Anschluss. Ich will mal mit jemandem ins GesprĂ€ch kommen, die gar nicht immer tiefgreifend sein mĂŒssen. Ich möchte einfach das GefĂŒhl haben, da sind Leute um mich herum. NatĂŒrlich ist der fachliche Austausch wichtig, das klappt aber auch prima per Videokonferenz. Da komme ich gut klar, das ist effizient genug. Mir fehlen Menschen in meinem Umfeld fĂŒr’s Herz. Von daher mag ich das hier auch. NatĂŒrlich weiß ich die FlexibilitĂ€t zu schĂ€tzen.  

Vielen Dank fĂŒr deine Zeit und die spannenden Einblicke! Wir wĂŒnschen Dir eine gute Fahrt und hoffen, dich bei deiner nĂ€chsten ThĂŒringen-Reise im Kombinat willkommen zu heißen!

P.S. Bist auch Du auf der Durchreise und suchst noch den richtigen Arbeitsplatz in Jena? Dann schau dich gerne auf unserer Webseite um oder komm‘ direkt vorbei und verschaffe dir einen Überblick ĂŒber unsere Angebote, unseren Space und unsere Community!